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FAQ: Druckdaten

Die häufigsten Fragen rund um Druckdaten — von Dateiformaten über Farben bis zur Auflösung. Wenn Ihre Frage hier nicht beantwortet wird, kontaktieren Sie uns gerne direkt.

Dateiformate

Welches Dateiformat brauche ich?

PDF/X-4 ist unser bevorzugtes Format. Es enthält alle Informationen, die wir für den Druck brauchen: eingebettete Schriften, CMYK-Farben und Transparenzen. Alternativ akzeptieren wir auch:

  • PDF/X-1a — für reine CMYK-Daten ohne Transparenzen
  • TIFF — unkomprimiert, in CMYK, 300 dpi
  • EPS — mit eingebetteten Schriften

Dateien aus Office-Programmen (Word, PowerPoint) sind nicht druckfähig — wir konvertieren sie gegen Aufpreis, empfehlen aber die Anlage in einem professionellen Layoutprogramm (Adobe InDesign, Illustrator, Affinity Publisher).

Kann ich Word- oder PowerPoint-Dateien zum Druck einreichen?

Grundsätzlich ja, aber wir empfehlen es nicht. Office-Dateien haben häufig Probleme mit:

  • Schriftarten, die nicht eingebettet sind und auf unserem System anders dargestellt werden
  • RGB-Bildern in niedriger Auflösung
  • Fehlender Beschnittzugabe
  • Unvorhersehbarem Seitenumbruch

Wenn Sie keine andere Möglichkeit haben, senden Sie uns die Datei — unser Medienproduktions-Team kann eine druckfähige PDF daraus erstellen. Der Aufwand wird vorher mit Ihnen abgesprochen.

Welche Programme eignen sich für die Druckdatenerstellung?

Für professionelle Druckdaten empfehlen wir:

  • Adobe InDesign — der Branchenstandard für Layouts (Flyer, Broschüren, Briefpapier)
  • Adobe Illustrator — für Logos, Visitenkarten und Vektorgrafiken
  • Adobe Photoshop — für bildlastige Produkte (Plakate, Poster)
  • Affinity Publisher / Designer — günstigere Alternative zu Adobe
  • Canva Pro — Export als PDF (Druckqualität) wählen, auf CMYK-Konvertierung achten

Mit Canva Pro können viele Standardprodukte (Visitenkarten, Flyer) erstellt werden. Achten Sie beim Export auf die Einstellung „PDF (Druckqualität)" und aktivieren Sie „Beschnittmarken und Beschnittzugabe".

Farben

Was ist der Unterschied zwischen RGB und CMYK?

  • RGB (Rot, Grün, Blau) ist der Farbmodus für Bildschirme — Monitore, Smartphones, TV.
  • CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key/Schwarz) ist der Farbmodus für den Druck.

Der RGB-Farbraum ist größer als CMYK. Das bedeutet: Manche leuchtenden Farben, die am Bildschirm brillant wirken, können im Druck nicht exakt reproduziert werden. Besonders betroffen sind intensive Blau-, Grün- und Orangetöne.

Legen Sie Ihre Druckdaten immer im CMYK-Farbmodus an. Wenn Sie RGB-Daten liefern, konvertieren wir diese automatisch — dabei können Farbverschiebungen auftreten, auf die wir keinen Einfluss haben.

Was sind Sonderfarben (Pantone/HKS)?

Sonderfarben sind vorgemischte Druckfarben, die einen exakten Farbton garantieren. Sie werden häufig für Logos und CI-Farben verwendet. Die gängigsten Systeme:

  • Pantone (international verbreitet)
  • HKS (vor allem in Deutschland üblich)

Sonderfarben sind im Offsetdruck verfügbar. Im Digitaldruck werden sie durch die nächstliegende CMYK-Mischung simuliert. Wenn Farbverbindlichkeit wichtig ist, fragen Sie nach einem Proof.

Wie stelle ich sicher, dass meine Farben korrekt gedruckt werden?

  1. Arbeiten Sie immer im CMYK-Farbmodus
  2. Verwenden Sie ein ICC-Profil — wir empfehlen ISO Coated v2 (ECI) für gestrichene Papiere und PSO Uncoated v3 für ungestrichene Papiere
  3. Bestellen Sie bei kritischen Farben einen Proof — einen farbverbindlichen Andruck
  4. Beachten Sie: Farben wirken auf mattem Papier anders als auf glänzendem

Auflösung

Welche Auflösung brauchen meine Bilder?

Die empfohlene Auflösung hängt vom Betrachtungsabstand ab:

ProdukttypEmpfohlene AuflösungBetrachtungsabstand
Visitenkarten, Flyer, Broschüren300 dpiNah (< 50 cm)
Plakate (A2, A1)150–200 dpiMittel (1–2 m)
Großformat-Banner72–150 dpiFern (> 2 m)
Strichgrafiken, Logos1200 dpiAlle

Die Auflösung muss bei 100 % Druckgröße stimmen. Ein Bild mit 300 dpi bei 10×10 cm hat nur noch 150 dpi, wenn Sie es auf 20×20 cm vergrößern. Prüfen Sie die effektive Auflösung in Ihrem Layoutprogramm.

Was passiert, wenn meine Bilder eine zu niedrige Auflösung haben?

Bilder mit zu niedriger Auflösung werden im Druck unscharf und pixelig. Unser Datencheck erkennt niedrig aufgelöste Bilder und informiert Sie vor der Produktion. Optionen:

  • Höher aufgelöstes Bild nachliefern
  • Bild verkleinern, sodass die Auflösung bei kleinerer Darstellung wieder ausreicht
  • Produktion mit reduzierter Auflösung — nur sinnvoll bei Großformat mit großem Betrachtungsabstand

Kann ich Bilder aus dem Internet verwenden?

Technisch gesehen: meistens nicht. Web-Bilder haben in der Regel nur 72 dpi und den RGB-Farbmodus — beides ist für den Druck ungeeignet. Außerdem sind die meisten Bilder urheberrechtlich geschützt.

Nutzen Sie stattdessen:

  • Eigene Fotos in hoher Auflösung (Smartphone-Kameras liefern heute ausreichende Qualität)
  • Lizenzfreie Bilddatenbanken (z. B. Unsplash, Pexels für kostenlose Bilder, Adobe Stock oder Shutterstock für lizenzierte)
  • Ihr eigenes Logo als Vektordatei (AI, EPS oder SVG)

Beschnittzugabe

Was ist eine Beschnittzugabe und warum brauche ich sie?

Die Beschnittzugabe (auch Anschnitt oder Bleed) ist ein zusätzlicher Rand um Ihr Druckprodukt, der nach dem Druck abgeschnitten wird. Sie verhindert weiße Blitzer an den Kanten, die durch minimale Schneidtoleranzen entstehen können.

  • Standard: 2–3 mm an jeder Seite
  • Beispiel: Eine Visitenkarte (85×55 mm) wird mit 91×61 mm angelegt (3 mm Beschnitt an jeder Seite)
  • Wichtig: Hintergrundbilder und -farben müssen bis in den Beschnitt reichen

Was ist der Sicherheitsabstand?

Der Sicherheitsabstand (auch „Safe Zone") ist der Bereich am inneren Rand, in dem keine wichtigen Elemente (Text, Logos) platziert werden sollten:

  • Empfohlen: Mindestens 3–5 mm Abstand zum Endformat
  • Warum: Durch Schneidtoleranzen könnten Elemente angeschnitten werden, die zu nah am Rand liegen

Schriften

Müssen Schriften eingebettet werden?

Ja, unbedingt. Wenn Schriften nicht eingebettet sind, kann es passieren, dass:

  • Schriften durch Standardschriften ersetzt werden und Ihr Layout zerstört wird
  • Texte anders umbrechen oder Abstände sich verändern

Beste Lösung: Schriften in Pfade/Kurven umwandeln. Dann spielt es keine Rolle, ob die Schrift auf unserem System installiert ist.

Was bedeutet „Schriften in Pfade umwandeln"?

Beim Umwandeln in Pfade (auch „Outline erstellen" oder „Vektorisieren") werden Buchstaben von editierbarem Text in Vektorgrafiken konvertiert. Vorteil: Die Darstellung ist auf jedem System identisch. Nachteil: Der Text ist danach nicht mehr editierbar — machen Sie vorher eine Sicherungskopie.

Weitere Fragen?

Unsere Bestellungs-FAQ beantwortet Fragen rund um den Bestellvorgang, und die Produktions-FAQ klärt Fragen zu Qualität und Fertigung.

Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Kontaktieren Sie uns — unser Team berät Sie gerne zu Ihren Druckdaten.